Bin ich denn verrückt?

Ausgebrannt?

Wer viel und gerne leistet, hochmotiviert bei der Sache ist und am liebsten alles 100-prozentig macht, will es meist nicht wahrhaben, wenn sich die ersten Anzeichen zeigen: müder als sonst, unkonzentriert, lustlos und enttäuscht von sich selbst. Obwohl die Arbeit immer Spaß gemacht hat, scheint sie jetzt unüberwindbare Hürden mit sich zu bringen. Wir werden zynisch und innerlich distanziert, alles nervt und zehrt an den Kräften. Die früher geschätzte Tätigkeit führt jetzt nur noch zu Stress, der nach der Arbeit nicht mehr abgebaut werden kann. Eine Spirale aus Überlastung, schlechtem Schlaf und mangelnder Erholung führt dazu, dass sich die Symptome immer mehr verstärken.
Obwohl sehr viele Menschen an einem Burnout leiden (bis zu einem Drittel der Bevölkerung beklagt ähnliche Symptome) oder kurz davor sind, gibt es keine anerkannte Klassifikation für dieses Syndrom. Dennoch führt es bei vielen Betroffenen in die Verzweiflung und braucht unbedingt Behandlung.
Seit diesem Jahr (2022) wird der Burnout offiziell als „Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet werden kann“ definiert.

Depressiv?

Depressionen sind klar definierte Erkrankungen, die von leichten über mittelgradige bis zu schweren Verläufen führen können. Das depressive Gefühl ist wie ein schwarzes Tuch, das sich über das Leben senkt und unsere Lebensfreude "schluckt". Das Schlafen wird zunehmend schwieriger, häufiges Aufwachen z.B. zwischen vier und fünf Uhr morgens, führt zu Müdigkeit am Tag und das Aufstehen fällt schwerer. 
Dazu kommt häufig das "Hamsterrad" der Gedanken, das zum unablässigen Grübeln zwingt.  Depressionen haben unter anderem eine genetische und eine chemische Ursache, das bedeutet, die Gehirnchemie verändert sich langsam und verstärkt anfangs leichte depressive Verstimmungen. Diese können durch Krisen im Leben, durch dauerhaften Stress und schlimme Erlebnisse gestartet werden. 
Zum Glück kann die Gehirnchemie durch Medikamente oft positiv beeinflusst werden, was bei mittelgradigen und schweren Depressionen oft eine große Hilfe ist. Zugleich müssen destruktive Denkmuster und Verhaltensweisen verändert werden, zum dem Positiven im Leben Zutritt zu gewähren. Daher besteht die bewährteste Behandlung aus einem Duo  pharmakologischer und therapeutischer Hilfe. 

Voller Angst?


Schmerzt das Leben?